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Amtsgericht Hamburg

Das Gebäude des Amtsgericht Hamburg zeichnet sich durch eine denkmalgerechte und nachhaltige Fassadenlösung von WICONA aus.

Amtsgericht Hamburg
  • ArchitektAH+P Architekten André Hellbusch + Partner
  • Jahr2023
  • FotografFritz Schöttner
  • HerstellerAlstria office Gänsemarkt Drehbahn GmbH & Co. KG
  • StadtHamburg
  • LandGermany

Das Gebäude des Amtsgericht Hamburg verfügt über eine denkmalgerechte und nachhaltige Fassadenlösung von WICONA.

Das historische Bürogebäude des Hamburger Amtsgerichts in der Caffamacherreihe wurde umfassend saniert. Im Mittelpunkt der Renovierung stand die denkmalgerechte und zugleich nachhaltige Revitalisierung der historischen Gebäudefassade. Zum Einsatz kam eine projektspezifische Fenster- und Fassadenkonstruktion von WICONA aus der Aluminiumlegierung Hydro CIRCAL.

Die Caffamacherreihe ist eine traditionsreiche Straße in der Hamburger Neustadt. Hier befinden sich unter anderem der bekannte Emporio Tower, verschiedene Büro- und Geschäftsgebäude sowie das Gebäude mit der Hausnummer 20 aus den Jahren 1915/16, das heute Teile des Amtsgerichts Hamburg-Mitte beherbergt. Ursprünglich wurde das Gebäude als Bürohaus für die Justizverwaltung, die Zollabfertigung sowie für ein Auktionshaus errichtet. Mit seiner markanten Fassade mit großen Fensteröffnungen, roten Backsteinpfeilern und dezenten Vorsprüngen prägt es bis heute das Straßenbild.

Denkmalgerechte Fassadensanierung

Da die bestehende Fassade – insbesondere die Fenster – den heutigen energetischen Anforderungen nicht mehr entsprach, entschied sich der Eigentümer Alstria office Gänsemarkt Drehbahn GmbH & Co. KG (Hamburg) für eine umfassende Sanierung.

Die wichtigsten Ziele waren die Verbesserung der Wärmedämmung und des Sonnenschutzes (im Einklang mit den Förderkriterien der KfW) sowie die Einhaltung der denkmalpflegerischen Anforderungen – beispielsweise hinsichtlich der Reflexionseigenschaften der Verglasung.

Kombination von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Neben der Energieeffizienz spielte auch die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle in diesem Projekt. Die Sanierung wurde so konzipiert, dass sie möglichst ressourcenschonend erfolgt und einen minimalen CO₂-Fußabdruck hinterlässt.

Aluminiumbauteile und Verglasungen der ursprünglichen Fassade wurden sorgfältig demontiert, nach Materialarten getrennt und für das Recycling vorbereitet.

The recycled aluminium elements were reused by WICONA in a new project. This is not downcycling – it’s a prime example of high-quality recycling!
Mario Schmitt, Deputy Sales Manager for WICONA’s West regional office

Projektspezifisches Fassadendesign mit geringem CO₂-Fußabdruck

In Zusammenarbeit mit dem Glas- und Fassadenspezialisten Hunsrücker Glasveredelung Wagener GmbH & Co. KG (Arnold Glas Group, Kirchberg) entwickelte WICONA für die drei Hauptseiten des Gebäudes eine maßgeschneiderte Pfosten-Riegel-Fassade mit Einsatzfenstern auf Basis des Systems WICTEC 50 – vollständig ausgelegt, um die strengen Vorgaben des Denkmalschutzes zu erfüllen.

Projektleiter Peter Tückmantel von Wagener erläutert eine zentrale Innovation: „Zur Verbesserung der Wärmedämmleistung wurden innerhalb der Isolierglaseinheiten innenliegende Sprossen integriert. Diese intelligente Lösung bildet das ursprüngliche Erscheinungsbild nach, ohne die Scheiben tatsächlich zu unterteilen, sodass die historische Optik erhalten bleibt.“

Nach demselben Prinzip wurden auch 88 weitere Fenster (rund 240 m²) im Innenhof saniert.

Alle eingesetzten Fenster- und Fassadensysteme wurden aus Hydro CIRCAL 75R gefertigt – einer nachhaltigen Aluminiumlegierung mit mindestens 75 % recyceltem Post-Consumer-Aluminium aus End-of-Life-Produkten. Sie weist einen zertifizierten CO₂-Fußabdruck von nur 2,3 kg CO₂ pro Kilogramm Aluminium auf.

Sanierung bei laufendem Betrieb und anspruchsvoller Baustellenlogistik

Eine besondere Herausforderung der Sanierung bestand darin, dass der Gerichtsbetrieb während der gesamten Bauphase vollständig aufrechterhalten werden musste. Eine Schließung der Büros kam nicht infrage, weshalb das Montageteam abschnittsweise arbeiten musste.

Darüber hinaus erschwerten die beengte innerstädtische Lage der Baustelle sowie die notwendige Errichtung von Gerüsten auf öffentlichen Gehwegen die Baustellenlogistik erheblich.

Verwendete WICONA Systeme

WICTEC 50

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