
Verwaltungsgebäude, Calle Aragón 330, Barcelona
Die für die Sanierung eines öffentlichen Verwaltungsgebäudes in Barcelona spezifizierten Fassadensysteme von WICONA erfüllen höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit und Nutzerwohlbefinden.
- ArchitektGCA Architects (Sanierung der Hauptfassade), Elastiko Architects + Forgas Arquitectes (Innensanierung und Innenarchitektur)
- Jahr2025
- FotografSimón García
- Hersteller Cristalería Martos
- StadtBarcelona
- LandSpanien
Sanierung eines öffentlichen Verwaltungsgebäudes in Barcelona
Für die Erneuerung der Gebäudehülle, die von GCA Architects entworfen wurde, kamen das Pfosten-Riegel-Fassadensystem WICTEC 50 sowie die verdeckt liegenden Einsatzelemente WICLINE 75 evo von WICONA zum Einsatz. Die Systeme wurden aus Hydro CIRCAL® 75R zertifiziertem Post-Consumer-Recyclingaluminium gefertigt.
Das Gebäude befindet sich im zentral gelegenen Stadtteil Eixample in Barcelona. Die Sanierung der Gebäudehülle des Bauwerks aus den 1970er-Jahren wurde von GCA Architects geleitet. Die ursprüngliche Rasterfassade mit vertikalen und horizontalen Tragstrukturen bestand aus transparenten und opaken Fassadenelementen und war bereit für eine umfassende Erneuerung.
Der Entwurfsansatz schafft eine neue architektonische Identität und bewahrt gleichzeitig die ursprüngliche gestalterische Intention. Ziel war es, sowohl das Erscheinungsbild des Gebäudes als auch den Komfort und das Wohlbefinden der Nutzer im Einklang mit modernen Leistungsstandards zu verbessern.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurde das Pfosten-Riegel-Fassadensystem WICTEC 50 eingesetzt. Das vielseitige System ermöglicht zahlreiche Konfigurationen und passt sich den unterschiedlichen konstruktiven Anforderungen des Projekts an. Mit einer minimalen Ansichtsbreite von nur 50 mm und Bautiefen der Profile von 50 bis 260 mm bietet es eine hohe gestalterische Flexibilität.
Maximierung von Tageslicht und Fassadenleistung
Das neue Fassadensystem ermöglicht größere Öffnungen und vergrößert dadurch den verglasten Anteil der Fassade, um den Tageslichteinfall in den Innenräumen zu verbessern. Aus konstruktiver Sicht unterstützt es eine schnelle Montage vor Ort und ist für eine spätere Demontage sowie die Wiederverwertung der Materialien konzipiert.
Als Reaktion auf die umgebende Stadtlandschaft orientieren sich das Erdgeschoss und der Hauptkörper des Gebäudes an der Maßstäblichkeit der benachbarten Architektur. Die oberen Geschosse werden durch vertikale Lamellen geprägt, die eine Doppelfassade bilden und sowohl Sichtschutz als auch Sonnenschutz gewährleisten. Die Sockelzone übernimmt dieselbe architektonische Sprache und spiegelt die klassische Gliederung der Gebäude in der Umgebung wider.
Öffenbare Fassadenelemente in Kombination mit einer Grundrissgestaltung, die die Gebäudeecken öffnet, ermöglichen eine effektive natürliche Querlüftung und tragen so zusätzlich zum Komfort der Nutzer sowie zu einer hohen Innenraumqualität bei.
Auch die verdeckt liegenden Einsatzelemente WICLINE 75 evo von WICONA wurden in die Fassade integriert. Durch eine spezielle Glasleiste, die direkt innerhalb der thermischen Trennzone befestigt ist, reduziert das System sichtbare Rahmenanteile und verbessert das Verhältnis von Rahmen zu Glas. Dadurch wird der Tageslichteinfall optimiert und gleichzeitig eine hohe thermische Leistungsfähigkeit (Uw-Werte) erreicht.
Die Öffnung wurde als leichtes, modulares System ausgeführt, das das ursprüngliche Fassadenraster neu interpretiert und eine hinterlüftete Fassade mit einer Bekleidung aus Verbundplatten schafft. Diese fungiert sowohl als thermischer als auch als akustischer Puffer und optimiert gleichzeitig die Gesamtleistung der Gebäudehülle.
Hydro CIRCAL® 75R Aluminiumprofile mit geringem CO₂-Fußabdruck unterstützen die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele
Das sanierte Gebäude wurde so konzipiert, dass es sowohl energetische als auch wirtschaftliche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt und gleichzeitig den Prinzipien des WELL Building Standards entspricht, der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer in den Mittelpunkt stellt.
Zu den wesentlichen Planungsaspekten zählen Akustik, Tageslichtversorgung, Lichtqualität und thermischer Komfort. Unterstützt werden diese durch Entwurfsstrategien, die den Energiebedarf reduzieren und gleichzeitig den Nutzungskomfort verbessern.
Die Systeme von WICONA leisten einen direkten Beitrag zu diesen Zielen. Sie werden aus Hydro CIRCAL® 75R Aluminium gefertigt, das mindestens 75 % recyceltes Post-Consumer-Material enthält und einen CO₂-Fußabdruck von 1,9 kg CO₂e pro kg Aluminium erreicht – deutlich weniger als der aktuelle europäische Durchschnitt von 10 kg CO₂e pro kg Primäraluminium.
Neben der Reduzierung der gebundenen CO₂-Emissionen verbessern die leistungsstarken Fassadensysteme die Gesamtenergieeffizienz und die Qualität des Innenraumklimas. Damit unterstützen sie die Nachhaltigkeits-, Kreislaufwirtschafts- und Wellbeing-Ziele des Gebäudes.
Ein moderner Arbeitsplatz für den öffentlichen Dienst
Das Gebäude wird künftig den neuen Hauptsitz des katalanischen Gesundheitsministeriums beherbergen. Die von Elastiko Architects und Forgas Arquitectes verantwortete Innenraumgestaltung und Sanierung schafft ein zeitgemäßes Design, das ein offeneres und zugänglicheres öffentliches Verwaltungsgebäude widerspiegelt.
Der Arbeitsplatz wurde so konzipiert, dass er flexibles und kollaboratives Arbeiten unterstützt, wobei ein besonderer Fokus auf dem Wohlbefinden der Nutzer liegt. Die Modernisierung umfasst eine Neuorganisation der inneren Gebäudestruktur, insbesondere den Rückbau der rückwärtigen Treppe, wodurch ein zentraler Erschließungskern und eine neue Fassade zum Innenhof geschaffen werden konnten. Dies verbessert den natürlichen Lichteinfall von Süden, optimiert die natürliche Querlüftung und stellt die visuellen Bezüge zur umgebenden Stadtlandschaft wieder her.
Der Grundriss ist um einen kompakten zentralen Kern organisiert, der gemeinsam genutzte und kollaborative Bereiche bündelt und gleichzeitig als organisatorisches Rückgrat des Gebäudes fungiert. Dadurch entsteht eine äußerst flexible Open-Space-Struktur. Die geschwungene Geometrie des Kerns verbessert die visuelle Kontinuität der Räume und erleichtert die Orientierung sowie die Bewegungsabläufe im gesamten Gebäude.
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