Architektonische Strenge

Mit WICONA Sonderkonstruktion und origineller Sonnenschutzlösung. Bioquant-Forschungsgebäude in Heidelberg mit WICONA Sonderkonstruktion und origineller Sonnenschutzlösung Ulm / Tübingen, im Juni 2006.

Wie Künstler ein inspirierendes Umfeld benötigen, um kreativ zu sein, ist auch eine entsprechende Atmosphäre für wissenschaftliches Arbeiten erforderlich: Neben Arbeitsräumen ist es vor allem wichtig, Orte für Begegnung und Austausch zu schaffen. Das neue Bioquant-Forschungsgebäude der Universität Heidelberg erfüllt diese Kriterien, auch wenn es sich von außen mit architektonischer Strenge und auf den ersten Blick nahezu geschlossenen Fassadenfächen präsentiert. Nach drei Jahren Bauzeit wurde das Bioquant- Forschungsgebäude im März 2007 fertig gestellt. Zwei konträre Bauformen, ein eingeschoßiger Flachbau und ein siebengeschoßiger Kubus, prägen das Erscheinungsbild von Bioquant. So wie es dem Team der Berliner Architekten Staab im Inneraum gelungen ist, das Forschungs- und Kommunikationskonzept optimal umzusetzen, funktioniert auch die Einbindung der Baukörper in die Umgebung. Der Flachbau nimmt im Untergeschoß Einrichtungen wie Mikroskopie und Technikzentrale auf, die öffentlichen Bereiche für Fortbildung und Kommunikation befinden sich im Erdgeschoß. Im Kubus sind Büro- und Laborräume sowie im obersten Geschoß Konferenzräume untergebracht. Die drei Funktionsbereiche sind durch eine zentrale Halle verbunden, die auf allen Ebenen Begegnungsräume für den wissenschaftlichen Austausch bietet. Außerdem sorgen begrünte Innenhöfe und ausgedehnte Flurzonen für eine angenehme Atmosphäre und laden zur Kommunikation ein. Der Flachbau gewährt großzügige Einblicke in den Innenraum. Hier kamen die Pfosten-Riegel-Konstruktion WICTEC 50 in Kombination mit der Fensterserie WICLINE 77 der Marke WICONA zum Einsatz. Ganz im Gegensatz zu dieser Offenheit steht die Fassade des Kubus: Die großflächige Verkleidung mit Streckmetall sorgt für eine technische Anmutung und folgt in ihrer Gestaltung ganz der Strenge der Baukörper. Auf den ersten Blick scheint die Fassade bis auf schmale horizontale Fensterbänder geschlossen zu sein. Diese sind so eingebaut, dass sie mit der Streckmetallverkleidung bündig abschließen und es keine Versprünge in der Außenhaut gibt. Das unterstreicht den kubischen Charakter der Bauform. Doch was von außen nicht zu sehen ist: Über den horizontalen Fensterbändern laufen zusätzlich Oberlichter, die von den Streckmetallklappen in der Außenansicht verdeckt werden. Denn die Verkleidung ist nicht starr montiert, sondern sie besteht aus rund 800 beweglichen Einzelelementen, die dem Sonnenschutz dienen. Dieser elektrisch betriebene Sonnen- und Blendschutz gewährleistet in den Büro- und Laborräumen optimale Lichtverhältnisse, zumal die Klappen individuell eingestellt werden können. Alle 8.000 Elementrahmen wurden mit WICONA Sonderprofilen in der Werkstatt vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Die Fensterbänder, ebenfalls eine Sonderkonstruktion auf Basis der Fensterserie WICLINE 77, sind mit nach außen öffenbaren Senkklappfügeln für die natürliche Be- und Entlüftung versehen. Die Oberlichter, Standardfenster der Serie WICLINE 77, haben Drehkippflügel. Je nach Positionierung der Streckmetallklappen verändert sich das Erscheinungsbild der Fassade und die architektonische Strenge des Baukörper löst sich auf. Zudem changiert die Fassadenoptik durch die drei verschiedenen Eloxalfarbtöne des Streckmetalls ein Wechselspiel aus Strenge und Dynamik.

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