Powerhouse

Der Name ist Programm: Das „Powerhouse 1“ besitzt nicht nur eine faszinierende Optik durch die Pixelfassade, sondern erweist sich zudem als eigener Energielieferant.
   

Die Idee
Nur drei Breitengrade unter dem Polarkreis ein Gebäude zu realisieren, das im gesamten Lebenszyklus (Berechnungsgrundlage min. 60 Jahre) mehr Energie produziert als verbraucht.

Die Anforderung
Integrales Gebäudekonzept unter Einbeziehung aller Energieparameter für die Herstellung des Baumaterials, für Errichtung, Betrieb und Abriss des Gebäudes, für Recycling und Entsorgung, im Abgleich mit der gebäudeintegrierten Energieproduktion.

Die Technik
Eine nach der Solarstrahlung optimierte Gebäudeform mit Doppelhautfassade im „Pixeldesign“, die über das gesamte Gebäude eine angepasste passive und aktive solare Nutzung ermöglicht. Modifizierte Kastenfensterkonstruktion in nahezu Passivhausqualität mit Vorsatzschale transparent oder mit integrierter Photovoltaik. Im Atrium Pfosten-Riegel-Fassade in Passivhausqualität. Ergebnis: Energiebedarf 21 kWh/m2, Energieproduktion 49 kWh/m2.

Powerhouse 1 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Immobilienverwaltungsgesellschaft Entra Eiendom, des Bauunternehmens Skanska, des Architektenbüros Snøhetta, der Umweltorganisation Zero und von WICONA. Das Ulmer Aluminium-Systemhaus ist seit den ersten Planungen 2011 beteiligt und bringt sein Know-how im Bereich der Fassaden- und Fenstertechnologie für Zero Energy Buildings (ZEB) hier ein.

Im Laufe der Planungsphase entstand der (abgewandelte) Architektenslogan „Form follows environment“. Ausgehend von einer Kugelform wurde die (Fassaden-) Gestaltung des Gebäudes so weit angepasst, bis sie die optimale Sonneneinstrahlung und maximale Energiegewinnung über die Hülle per BIPV (Building Integrated Photovoltaic) ermöglicht. Die Planer schufen dazu ein mit 26° nach Süden geneigtes Dach, indem der obere Teil der Kugel einfach „abgeschnitten“ wurde. Im Gebäudekern entstand ein zylinderförmiges Atrium, das von innen her die Räume mit Licht durchflutet. Dessen klassische Pfosten-Riegel-Fassade basiert auf dem WICONA System WICTEC 50HI mit schlanken Profilansichten und einer Holzunterkonstruktion.

Die übrige Außenfassade wurde im sogenannten „Pixel-Design“ strukturiert, einer Einteilung mit regelmäßiger Rasterung. Die Aufteilung der Pixel in transparente Glas- oder opake Photovoltaik-Elemente ermöglichte für jeden Gebäudeteil die bestmögliche aktive und passive Lichtnutzung. Der Dämmstandard der Außenfassade erfüllt Passivhausniveau und liegt in manchen Gebäudebereichen auch darunter. Als Doppelfassade ist sie im transparenten Bereich eine Art modifizierte Kastenfensterkonstruktion aus Standardfenster und Vorsatzschale auf Basis des Systems WICLINE 75 evo, ausgebildet mit einem für das Klima in Trondheim optimierten Fassadenzwischenraum, in dem sich auch die Lichtlenk Jalousie befindet. Vor den opaken Fassadenteilflächen der Holzkonstruktion sind nahezu am gesamten Gebäude BIPV Brüstungsverglasungen angeordnet.

Die Hinterlüftung der BIPV-Elemente wird optisch in die Luftein- und Luftaustrittsflächen der Doppelfassade integriert. Die im Gebäude selbst steckende Energiemenge – die sogenannte „graue Energie“ – wird auf 22 kWh/m² und Jahr geschätzt. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Bürogebäude vergleichbarer Größe wird sich die jährliche Energieeinsparung auf circa drei Millionen kWh belaufen.

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